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Skiclub Enzian - Berg Schmitten

Tourenwesen

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Berichte über die bisherigen Tätigkeiten im Tourenbereich 09/10

27.12.09 Wistätthorn Grün, grüner, am Grünsten… Aber die Lust auf Schnee, Berge und frische Luft war grösser und so machten wir uns früh morgens auf die Suche nach der ersehnten weissen Pracht. Greyerz am Grünsten, Rougemont grüner als befürchtet, Gstaad  immer noch recht grün, Turbach endlich, vielversprechender Schnee, es konnte los gehen.  Voller Freude und Tatendrang (David, am ganzen Körper schlotternd, wohl auch ein bisschen wegen der Kälte) machten wir uns schnell auf den Weg. Fast bis zum Gipfel schienen wir die einzigen überhaupt zu sein, die an diesem Sonntag in Richtung Wistätthorn unterwegs waren. Umso mehr genossen wir die Stille der Natur.Immer mehr eröffnete sich um uns herum das wunderschöne Panorama. Zudem wärmten uns die Sonne und der anfänglich steile Aufstieg rasch auf. Ohne Fleiss aber bekanntlich kein Preis. So liess sich der Gipfel dann doch nicht ganz so einfach ohne Mühe und Schweiss besteigen. Bereits nur der Blick auf das Wistätthorn musste mit einer längeren Strecke um den Gipfersspitz verdient werden. Hätte ich doch nur ein paar Weihnachtsbiscuits weniger gegessen!!!Gestärkt durch die Znünipause und interessanter Karten- und Lawinenkunde ging’s dann weiter bis zum Gipfel. Herrlich! Die Anstrengung hat sich gelohnt, einmal mehr genossen wir die schöne Aussicht und entdeckten doch noch einige andere Tourengänger. Der kalte Wind auf dem Gipfel und die Vorfreude auf die Abfahrt liessen uns aber nicht allzu lange beim Picknick verweilen. Noch etwas unsicher und steif machten wir die ersten Schwünge der Saison. Und wer hätte es gedacht, dies alles bis zum Schluss ganz ohne Kratzer und Steine! Im Gegenteil, die ersten Hänge genossen wir sogar im Pulverschnee! Welch gelungener Einstieg in die Tourensaison. Carole Jeckelmann.

10.01.10 Stoss  Schnee hat es genug, doch reicht die Unterlage? Wir parkierten im Zollhaus und zogen Richtung Stoss. Die Spur wurde von Skitourengänger und Schneeschuhläufer etwa gleichviel benutzt. Bei der Grundbergera machten wir eine kleine Pause. Nach oben sah es aus als würde die Sonne gleich erscheinen, nach unten jedoch hob sich der Hochnebel. Der obere Teil des Aufstiegs bot wunderschöne Anblicke der verschneiten Tannen mit der Sonne beleuchtet. Bei der Stosshütte kehrten wir ein. Der Hirt war anwesend und hatte jede Menge guten Bergkäse. Mit dem „Weissen“ von Kurt (herzlichen Dank) war das Znüni köstlich. Die ganze Abfahrt bot uns schönen Pulverschnee auch wenn im unteren Teil die Unterlage fehlte, war alles wunderbar. Spicher Arnold

24.01.10 Altenrifer Verschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben. Bei diesen Einladenden Verhältnissen wäre es schade gewesen diese schöne Tour auszulassen. Nach dem der Fünflieber im Parkkässeli verschwand, stiegen wir auf zur Rippa und in den Breccaschlund bis Cerniets. Je tiefer wir ins Tal kamen, desto schöner der Schnee, das Wetter und die Landschaft. Das letzte Stück Aufstieg wie gewohnt steil und Anstrengend. Die Belohnung oben war aber gross. Was es von hier zu sehen gibt, haben wir bis zum weitesten Gipfel auch gut gesehen. Nach dem Picknick an der Sonne fuhren wir die Pulverhänge, zwischendurch mit kleinem Aufstieg zur Reccarde hinunter bis zur Seeweid. Das letzte Stück auf dem Waldsträsschen akzeptabel, alles andere Traumhaft. Arnold Spicher.

07.02.10 La Patta/Schwyberg Auf einer Spur über Thossis Rain zog es uns aufwärts. Die verschneiten Tannen, die Verwehungen der starken Biese der letzten Tage und die Last auf den Dächern der Hütten hatten alles seine Faszination. Bei der „Grattwache“ gab’s Znünihalt. Noch einige Minuten auf schöner Spur, dann war fertig lustig. Spuren durch ungleichen Schnee war mühsam. Der sichere Weg führte zur La Magnena in der Hoffnung auf einer Spur zum Bürglenberg zu gelangen. Zeitweise ging dies auch auf, doch häufig mussten wir neu Spuren und aufpassen auf der Übergrossen Wechte nicht zu weit aussen zu gehen. Alles ging gut bis zur La Patta. Das Wetter wollte auch nicht mehr so recht, so nahmen wir die Felle ab und fuhren auf der ehemaligen Schwyberg Talfahrt auf wunderschönem Schnee zum Schwarzsee. Arnold Spicher.

07.-13.03.10 Tourenwoche Guraglia Vom SCE beteiligten sich 6Personen. Einmal mehr erlebten wir eine wunderbare Woche im Bündnerland. Einquartiert in einem heimeligen Hotel in Curaglia am Lukemanierpass. Hirsche und Gämsen konnten wir vom Frühstücktisch aus sehen, das Essen war hervorragend, so tankten wir die Energie für unsere Touren. Meist bei Sonnenschein und viel Pulverschnee bestiegen wir schöne Gipfel in der Umgebung, wobei uns der Wirt jeweils zum Ausgangspunkt Chauffierte und wo immer es gewünscht war wieder abholte. Eine wunderbare Dienstleistung. Auch unser Bergführer Christian Wittwer hat sich selber fast übertroffen, soviel Schaufelarbeit in Steilhängen für Spitz und Schleuderkehren wie dieses Jahr hat er wohl nie verrichtet. Jeden Tag konnten wir eine Tour unternehmen und bei diesen guten Verhältnissen waren die Aufstiege meist auch etwas länger. So dass wir am Ende 5 bisher unbekannte Berge näher kannten: 1. Tour Piz Pazola 2580m ab Mutschenengia; 2.Tour Garavera 2437m ab Soliva und Abfahrt nach Val; 3. Tour Piz Ault 2479m ab Fuorns; 4. Tour Pazolastock P2571m ab Oberalppass, Abfahrt nach Andermatt, mit Bahn auf den Pass und Abfahrt nach Tschamut; 5.Tour Vanatsch 2457m ab Cavorgia. Herzlichen Dank an Bergführer Christian, an den Organisator und die Chauffeure. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr. David Spicher. 

11.04.10 Wie aus La Para Le Tarent wurde Hast Du, lieber Leser, auch schon Schäfchen gezählt? Dann wird es Dir wohl so ergangen sein, dass Du irgendwann damit aufgehört hast, wie wir! Doch zuerst mal der Reihe nach… Sonntag 11. April 2010 La Para war angesagt, Davids dritter Versuch diesen Berg zu bezwingen. Am Morgen um 07:15 Treffpunkt Tafers und dann ab ins Pays d’Enhaut. Unter der Leitung von David nahmen Alexandra, Astrid und ich an der Expedition La Para teil. Flott ging es Bulle umfahrend Richtung l’Etivaz. Bei Grandvillard Blick in die Höhe. Les Merlas, Le Van und Tsermon schneefrei – würde es wohl was werden mit unserer Tour? Nun, in L’Etivaz links abbiegen Richtung Les Maulatreys. Wir hätten bei Punkt 1322 aussteigen sollen und von da weg links rauf Richtung La Para. Hätten, denn es fehlte der Schnee. Kurzentschlossen gab David als neues Ziel Le Tarent bekannt. Also raus aus dem Auto und dann schneesuchend Richtung Le Tarent. Schnee lag aber nur im recht steilen bewaldeten Hang oberhalb der Strasse, da mussten wir durch um bei Le Lévanchy wieder in offenes Gelände zu gelangen. Und jetzt kommt eben unser „Schäfchen zählen“ – Spitzkehren zählen hiess das Spiel, bis zum Abwinken! Wir wissen nicht mehr wie viele es waren, es waren sehr viele. Drei Spitzkehren mit insgesamt 4 Zwischenschritten… Wohl Spitzkehren für einen ganzen Winter. Von Le Lévanchy via L’Audalle gegen den Tarent zu. Auch der doch recht holprige und breite Lawinenkegel kurz nach der Hütte konnte uns nicht aufhalten. Von da an ging es dann immer steiler rauf Richtung Gipfel. Die letzten Höhenmeter vor dem Gipfel waren recht steil, aber Tourenleiter David war omnipräsent, hat geholfen wo er gefragt war und hat alle durch den Steilhang geschleust – danke David! Vom Skidepot aus die letzten Meter auf den Gipfel und wir hatten es geschafft. Ein wunderbarer Gipfel, mit einer famosen Weitsicht – von wegen Weitsicht, wir mussten diese aussitzen. Wie auf dem ganzen Weg nach oben wechselten sich Nebel und Sonnenschein in bunter Reihenfolge immer ab. Aber wir haben sie gehabt, die Rund- und Weitsicht, es war herrlich. Dann ging es dem Tal entgegen. Zuoberst so was wie „harter Pulver“. Griffig, aber eben hart. Dann ein leichter Deckel oben drauf. Nach dem Lawinenkegel kam schöner Sulz um weiter unten recht tief und schwer zu werden. Wir haben die ganze Abfahrt genossen. Kleine Stärkung in L’Etivaz und dann – Ende Saison! Danke David der Tarent wird uns in guter Erinnerung bleiben. André Blanchard.

14.03.10 Schibe-Mähre Mit dabei: David, Alexandra, Helena, Franz, Heribert.Voll motiviert starten wir in wunderbaren Sonntag Richtung Schiebe – Mähre. So viele Leute wie Ameisen…Gemütliches Tempo, bei obere Hütte bisschen Rast. Danach Aufstieg zu Schiebe. Franz vornahm sich unbedingt mir beizubringen wie man ALLES RICHTIG AN EINEM TAG MACHT…so laufen, so nicht, dies und das…Am Grat oben ist jeder falscher Schritt fatal, ich entschied mich, die Harscheisen zu montieren. David und Alexandra sind voraus und unter Fitiché von Franz und Heribert, die nicht wissen wie ich die Harscheisen montieren soll, denke ich mir nur: Wo der Teufel nicht kann, steckt er die Lanthener…Mit 25 Minuten Verspätung lande ich auch auf Schiebe. Wunderbare Aussicht, bisschen Schogi und schon reiten wir hinunter Richtung Mähre. Franz voll motiviert maschiert schon voraus, oben angekommen reitet er hinunter und noch mal hinauf auf die Mähre. Der Aufstieg ist nicht einfach, aber es folgt erst danach das Dessert: Die Abfahrt am Hang. Mit müden Beinen und dem Franz an Seite denke ich nur: Teufel, hol den Franz!!!! Der Teufel kommt nicht, so jage ich Franz selber hin, wo der Pfeffer wäschst. Irgendwie kommen wir alle aus der schwierigen Situation heraus. Danach folgt noch wunderbare Hang mit Pulver. Auf einmal aber sehe ich nur Staub und gelösten Ski…Alle sind wie versteinert…..LAWINE??!!!! Nein, lieber Enzianer….Das ist nur der Franz katapultiert im Tiefschnee….Na ja, Franz, der Gott bestraft sofort, nö??? David kann noch den Ski schnell retten und alle schmunzeln…. Glücklich beim Auto angekommen, entschieden wir uns noch Eis gaa ziehe nach Zollhaus. Diese Tour war nicht gerade einfach, aber für meinen ersten Tourenwinter habe ich sie doch noch gemeistert. Ein herzliches Merci an alle und an David für die Führung. Helena Rezacova.